Reaktivierung des Schochbrunnens

Der Gemeinderat hat am 23. Juli 2026 einstimmig beschlossen, die Ertüchtigung des Schochbrunnens zwischen Sternenfels und Diefenbach extern prüfen und vorbereiten zu lassen. Eine endgültige Entscheidung über die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt voraussichtlich mit den Haushaltsplanberatungen im nächsten Jahr, wenn die Planungsergebnisse vorliegen.

Grund für den Vorschlag der Gemeindeverwaltung ist der große Wasserbedarf des Bauhofs zum Bewässern von Bäumen und des Sportplatzes in den vergangenen Wochen. Aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit wurden für diese Zwecke wöchentlich 200 bis 300 Kubikmeter benötigt. Bislang erfolgte die Wasserentnahme des Bauhofs nach Aussagen der Gemeindeverwaltung überwiegend aus dem öffentlichen Trinkwassernetz.

Der Schochbrunnen befindet sich an der Landstraße L1143, gegenüber des Gewerbegebiets „In der Au“ und wurde in der Vergangenheit als Wasserversorgung für Diefenbach genutzt. Auch heute noch ist er als Notwasserversorgung für den Ortsteil Diefenbach vorgesehen. Mit einer Schüttung von 6,6 Sekundenlitern ist er der leistungsstärkste gemeindeeigene Brunnen.

Über eine vermutlich bereits bestehende Leitung unter der Landstraße hindurch könnte das Wasser zum Wendehammer im Gewerbegebiet geleitet werden und dort eine Entnahmestelle eingerichtet werden. An dieser könnten dann eventuell auch Landwirtschaft und private Nutzer Wasser entnehmen.

Wir als Liste Mensch und Umwelt sehen in der Maßnahme grundsätzlich die Möglichkeit, vorhandene Ressourcen vor Ort zu nutzen und das Trinkwassernetz zu entlasten. Eine moderate Entnahme ist zur Erhaltung des Brunnens in einem guten Zustand förderlich. Zugleich ist uns wichtig, dass der Grundwasserstand durch die Entnahme nicht dauerhaft negativ beeinträchtigt wird und eine Notwasserversorgung für Diefenbach weiterhin gewährleistet bleibt. Auf unsere Nachfrage erklärte Bürgermeisterin Walch, dass die Entnahme über Chipkarten abgerechnet werden soll und bei Überschreiten von Entnahmegrenzen oder bei Erreichen eines kritischen Grundwasserpegels sofort eingeschränkt werden kann.

Die zur Ertüchtigung notwendigen Planungsleistungen werden ungefähr 10.000 Euro kosten. Abzuwarten bleibt nun, wie hoch die baulichen Kosten für die Ertüchtigung des Brunnens sein sollen und wie die wasserrechtliche Erlaubnis ausfällt. Erst dann lässt sich abschätzen, ob eine Reaktivierung des Schochbrunnens wirtschaftlich und sinnvoll sein kann.


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