Gehölz-Biotopflege durch Bürgerschaft

Wie können wir wertvolle Naturlebensräume in Sternenfels erhalten und gleichzeitig das Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger stärken? Mit der geplanten Einbindung der Bürgerschaft in die Gehölz- und Biotoppflege stand in der Gemeinderatssitzung am 24.09.2026 ein Thema auf der Agenda, das Natur- und Artenschutz vor Ort unmittelbar betrifft.

Hecken, Feldgehölze und andere Biotopstrukturen sind wichtige Bestandteile unserer Kulturlandschaft. Sie bieten Vögeln, Insekten und zahlreichen weiteren Tierarten Nahrung, Schutz und Lebensraum. Gleichzeitig prägen sie das Landschaftsbild unserer Gemeinde und tragen zur ökologischen Vielfalt rund um Sternenfels bei.

Gehölzbiotope sollten regelmäßig gepflegt werden. Dicht geschlossene Bestände sind in der Regel mit Blick auf den Naturschutz wenig sinnvoll. Teilbereiche sollen in bestimmten zeitlichen Abständen auf den Stock gesetzt, also stark heruntergeschnitten werden. In diesem Zusammenhang werden nun gemeindeeigene Gehölzbiotope zur Pflege an interessierte Bürgerinnen und Bürger gegeben. Als Gegenleistung dürfen diese das anfallende Holz für den Eigenbedarf verwenden.

Wie wird das im Detail funktionieren? Interessierte Bürgerinnen und Bürger melden sich bei der Gemeindeverwaltung. Die Vergabe der Flächen erfolgt in der Reihenfolge der Meldungen. Die Arbeiten dürfen nach vorheriger Einweisung durch die Gemeinde erfolgen. Hierzu werden die zu entfernenden Bäume von einem Fachmann markiert. Entstehendes Reisig ist auf den Häckselplatz zu bringen. Die Pflegemaßnahme wird von der Gemeindeverwaltung kontrolliert. Es gilt grundsätzlich: Eine bestimmte Mindestmenge oder ein bestimmter Holzertrag und Qualität kann nicht zugesichert werden.

Die zur Verfügung stehenden Flächen sind den Sitzungsunterlagen zu Tagesordnungspunkt 10 zu entnehmen. Auf Antrag aus dem Gemeinderat sollen weitere Flächen für die Gehölzpflege durch die Bürgerschaft mit aufgenommen werden.

Wir von der LMU Sternenfels finden diese Maßnahme gut. Für Arbeiten, die der kommunale Bauhof aus Gründen der Kapazität nicht durchführen kann, erhält die Bürgerschaft auf Basis einer Gegenleistung Möglichkeiten zur aktiven Natur- und Landschaftspflege. Das kann Lebensraum schaffen für mittlerweile so seltene Tiere wie den Fasan.

Bei einer Gegenstimme hat der Gemeinderat diesem Projekt zugestimmt. Und wir hoffen nun, dass möglichst alle zur Verfügung stehenden Flächen Paten erhalten, die sich gerne für den Natur- und Artenschutz und die Landschaftspflege bei uns im Ort einsetzen und den Holzertrag nutzen.

Bildquelle: Bernd Pelz


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