1965 wurde unsere Grundschule eingeweiht. Sicherlich erinnern sich viele auch noch gerne an das Fünfzigjährige Jubiläum im Jahr 2015. Auch das ist schon wieder bald 10 Jahre her. Wie die Zeit vergeht. Seit Längerem ist festzustellen, dass das Schulgebäude in Teilen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Insbesondere die Elektro-, Wasser- und Abwasserinstallationen sind kritisch. Auch mangelt es an Lüftungs- und Klimatisierungstechnik. Hinzu kommen schadhafte Bodenbeläge und undichte Fenster.
Bezüglich der Sanierung eines solchen Gebäudes ist man gut beraten, nicht einfach drauflos zu werkeln, sondern von Fachleuten zunächst ein schlüssiges Sanierungskonzept erarbeiten zu lassen. Das ist sicherlich gut investiertes Geld und lässt hoffen, dass nach Durchführung der Sanierung viele Schulklassen über viele Jahre gut in den Räumlichkeiten aufgehoben sein werden. Deshalb hat der Gemeinderat in der öffentlichen Sitzung am 29.01.2026 über die Vergabe eines Auftrags zur Erstellung eines solchen Sanierungskonzeptes abgestimmt.
Ursprünglich stand bereits in der Dezember-Sitzung des Gemeinderats dieses Thema auf der Agenda. Der Tagesordnungspunkt wurde zurückgezogen, da noch kein Angebot eines Ingenieurbüros vorlag. Bei der Gelegenheit hatten wir als LMU Sternenfels darauf hingewiesen, dass aber mindestens zwei Angebote einzuholen sind. Das wurde uns von der Gemeindeverwaltung zugesagt. Deshalb waren wir nun doch überrascht, als jetzt in der Januar-Sitzung nur ein Angebot vorgelegt wurde. In der Sitzungsvorlage selbst begründet die Gemeindeverwaltung dieses Vorgehen damit, dass bewusst auf das Einholen eines zweiten Angebots verzichtet wurde, da man mit dem einen Büro, das ein Angebot abgegeben hat, immer sehr zufrieden war und dieses Büro mit dem Gebäude der Grundschule bereits vertraut ist. Auf unsere Nachfrage in der Sitzung hat Frau Bürgermeisterin Walch nachvollziehbar die zusätzlichen Aufwände für die Kommune dargelegt, die bei der Betreuung eines weiteren Büros im Rahmen einer weiteren Auftragserstellung anfallen würden. Bei der vorliegenden Auftragssumme wäre im Zweifel nicht viel Einsparpotential vorhanden. Wenn es dann um die Vergabe der eigentlichen Sanierungsaufgaben geht, werden für alle Gewerke mehrere Angebote eingeholt. Versichert wurde uns, dass dieses Vorgehen in der Frühphase eines Projektes (Planungsleitungen vorbereitender Art, die sog. Leistungsphase 0) durchaus gängige Praxis hier am Ort ist, mit dem Vorteil, mit den Planern des Vertrauens zusammenarbeiten zu können und damit letztlich unterm Strich eher Aufwände zu sparen.
Die Argumente bei der überschaubaren Auftragshöhe von 18.445 € für das Sanierungskonzept und 3.570 € für das Elektrokonzept haben uns letztlich überzeugt. Zudem ist uns die Instandhaltung der Schule sehr wichtig. Hier galt es entsprechend abzuwägen. Einstimmig hat der Gemeinderat für die Vergabe der Aufträge gestimmt.


Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.