Raumprogramm für neues Feuerwehrhaus festgelegt

Nachdem sich der Gemeinderat im Januar 2025 auf den Häckselplatz als Standort für das neue Feuerwehrhaus entschieden hat, war es in den letzten Monaten recht still um das Thema geworden. Lediglich die Vergabe der Planungsleistungen für den zugehörigen Bebauungsplan stand im Dezember 2025 an. Nun hat der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am 26. Februar 2026 erstmal wieder wichtige inhaltliche Entscheidungen bezüglich des Neubaus getroffen.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat ein Raumprogramm für den geplanten Neubau. Dieses legt fest, über welche Räume das Feuerwehrgerätehaus verfügen soll und wie groß diese sein sollen. Das Raumprogramm ist somit Voraussetzung für Grundrissentwürfe und genauere Kostenschätzungen. Zugleich beeinflussen die im Raumprogramm festgelegten Quadratmeterzahlen an sich bereits stark die zu erwartenden Baukosten – denn mehr umbaute Fläche bedeutet in der Regel auch höhere Kosten.

Herrn Pannier vom Architektenbüro Astoc Architects and Planners stellte das von ihm erarbeitete Konzept in der Gemeinderatssitzung vor. Er verwies auf die DIN-Norm 14092-1 für Feuerwehrhäuser als wichtige Grundlage der im Raumkonzept genannten Raumgrößen. Die Einhaltung dieser Norm ist zugleich Voraussetzung für eine Förderung des Bauvorhabens. Als konkretes Vorbild für das Sternenfelser Raumkonzept nannte Herr Pannier außerdem das Feuerwehrgerätehaus in Öschelbronn.

In den meisten Punkten stimmt das beschlossene Raumprogramm mit der DIN-Norm überein oder weicht nur geringfügig von dieser ab. Einige Unterschiede werden im Vergleich aber deutlich:

  1. In Sternenfels soll ein 16 Quadratmeter großer Alarmtreffpunkt zwischen Umkleiden und Fahrzeughalle entstehen. Dieser erleichtert die Einsatzplanung und -abwicklung nach Aussage der Feuerwehr Öschelbronn deutlich.
  2. Küche und Bereitschaftsraum sollen mit 15 bzw. 35 Quadratmetern etwa doppelt so groß sein, wie von der DIN-Norm vorgegeben. Dies ermöglicht eine höhere Aufenthaltsqualität für die ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden außerhalb der Einsätze.
  3. Das allgemeine Lager soll mit 75 Quadratmetern deutlich größer werden als die von der DIN-Norm geforderten 12 Quadratmeter. Dies erklärt sich aus dem tatsächlichen Material-Bedarf der Feuerwehr Sternenfels als eigenständiger Feuerwehr heraus.

Die genannten Punkte sind für uns als Liste Mensch und Umwelt Sternenfels nachvollziehbar. Wir sehen dennoch zwei Stellschrauben, um die benötigte Baufläche möglichst gering zu halten, die wir dementsprechend auch in der Gemeinderatssitzung ansprachen:

  1. Bei mehrgeschossiger Bauweise können laut Raumprogramm 14% der benötigten Grundstücksgröße eingespart werden. Dies entspricht fast 400 Quadratmetern. Soweit der dann notwendige barrierefreie Zugang zum Obergeschoss die Baukosten nicht radikal erhöht, setzen wir uns für eine mehrgeschossige Bauweise ein, um Flächenversiegelung und Eingriffe in die umliegenden geschützten Biotope zu begrenzen. Die Entscheidung hierüber fällt aber erst bei Ausschreibung oder später.
  2. Waschplatz und Stauraum für die Feuerwehrfahrzeuge könnten überlagert werden. Dabei könnten von der Gesamtfläche 80 Quadratmeter eingespart werden. Leider sieht das beschlossene Raumprogramm keine Überlagerung vor, weil dem offensichtlich praktische Gesichtspunkte entgegenstehen.

Für Samstag, den 21. März lädt die Liste Mensch und Umwelt zu einer Besichtigung der Feuerwehrhäuser in Rheinsheim und Huttenheim ein. Eine Anmeldung ist noch bis Samstag möglich! Gerne hätten wir erst nach diesem Termin über das Raumprogramm entschieden. Nun bietet die Besichtigung aber zumindest im Nachhinein noch die Gelegenheit, die beschlossenen Quadratmeterzahlen mit der Realität vor Ort abzugleichen und daraus Schlüsse zu ziehen.

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